11. Januar 2009 (RP)
Dinslaken
Musikalisch ins neue Jahr
VON FLORIAN LANGHOFF
Die Kathrin-Türks-Halle war ausverkauft. Mehr als 500 Zuschauer hatten den Weg zum Neujahrskonzert des ersten Akkordeon Orchesters Dinslaken gefunden. Und das Publikum wurde nicht enttäuscht. Mit einem bunten Mischung aus Liedern trumpften die Musiker auf.
Klangvielfalt
Mal fröhlich spielend, wie bei der Overtüre zu „Candide“ des Komponisten Leonard Bernstein, oder im getragenen Walzertakt, wie beim „Kaiserwalzer“ von Johann Strauß. Doch auch Stücke wie den „Baby Elephant Walk“ von Henry Mancini hatten die Musiker zu bieten. Und dabei war es schon erstaunlich, welche Klangvielfalt sie ihren Instrumenten entlockten. Hier und da meinte man fast, Streichinstrumente oder Bläser am Werk zu hören.
Ganz besonders gut kamen beim Publikum die Auftritte von Sopranistin Linda Joan Berg und Tenor Marco Rohde an. Berg nahm die Zuschauer in der Rolle der Susanna aus der Mozart-Oper „Figaros Hochzeit“ mit ihrer klaren und glockenhellen Stimme gefangen. Auch glänzte sie als „Christel von der Post“ aus der Operette „Der Vogelhändler“ von Carl Zeller.
Rohde dagegen entführte das Publikum mit seiner ausdrucksstarken Stimme mit melancholischen Klängen in die Ferne. Seine Interpretation des „Wolgaliedes“ aus der Operette „Der Zarewitsch“ von Franz Lehár kam sehr gut an und auch mit der Serenade „Torna A Sorriento“ konnte er die Zuschauer begeistern. Besonders gut harmonierten die beiden Solisten im Duett.
Mit ihren Stimmen schlüpften sie in die Rollen von Maria und Tony aus der „West Side Story“ und schenkten sich gegenseitig, nicht nur musikalisch Rosen in Tirol.
Die Kleinen ganz groß
Das Akkordeonorchester Dinslaken unter Leitung von Bärbel Klott probt jeden Donnerstag (18 bis 22 Uhr) in der Gaststätte Rühl (Dinslakener Straße 120, Hünxe-Bruckhausen).
Zuhörer und interessierte Musiker sind immer willkommen. Vor allem die „Zwerge“ suchen noch Verstärkung.
Mehr Informationen finden Interessierte im Internet unter www.aodinslaken.de
Nachwuchssorgen? So etwas gibt es beim Akkordeon-Orchester nicht. Denn hier hat man die „Akkordeon-Zwerge“. Die Kinder im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren haben erste im Jahre 2007 mit dem Akkordeonspiel begonnen, sind aber durchaus schon fit an ihren Instrumenten. Mit dem „Gute-Laune-Walzer“ und dem „Schnipp-Schnapp-Fox“ begeisterten sie das Publikum sowohl mit Walzerklängen,als auch mit feurigem Foxtrott. Und auch eine Zugabe hatten die jungen Nachwuchsmusiker noch parat. Viel Applaus für den Auftritt der jüngsten Akkordeonspieler.
Viel Applaus gab es auch für die Mitglieder des Akkordeonorchesters, die das Publikum in der zweiten Programmhälfte noch einmal mit einer Mischung aus Operetten und feurigen Tango- und Salsarhythmen begeisterten. Die Zugabe, vom Publikum lautstark verlangt, durfte natürlich nicht fehlen.
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